Bild: Wilhelm Gebhard
Es ist eine Nachricht, auf die man im Werra-Meißner-Kreis lange gewartet hat: Roßbach gehört zu den Siegern des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat zeichnete das Dorf mit Silber aus, verbunden mit einem Preisgeld von 10.000 Euro. Hinzu kommt ein Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro für die generationenübergreifende Initiative „Lecker essen“, mit der sich Roßbach in der Jury besonders hervorgetan hat.
Um dorthin zu kommen, musste sich das Dorf gegen eine beachtliche Konkurrenz durchsetzen: Bundesweit waren rund 1.200 Dörfer an den Start gegangen, am Ende blieben 26 für die Endrunde übrig. Wochenlang war eine Fachjury quer durchs Land gereist, hat sich Entwicklungskonzepte angesehen, mit Vereinen gesprochen und geprüft, wie ernst es die Menschen vor Ort mit ihrer Zukunft meinen. Roßbach hat sie offenbar überzeugt.
Wilhelm Gebhard, der den Wahlkreis Werra-Meißner & Hersfeld-Rotenburg im Bundestag vertritt, wertet das Ergebnis als Beleg für das, was in seinem Wahlkreis oft im Stillen passiert: „Was in Roßbach entstanden ist, trägt niemand allein. Da haben Menschen über Jahre zusammengearbeitet, Ideen entwickelt und sie auch umgesetzt. Die Initiative ‚Lecker essen‘ zeigt das besonders schön – Jung und Alt kommen dort zusammen, tauschen sich aus, lernen voneinander. Genau solche Projekte halten ein Dorf lebendig.“
Die offizielle Siegerehrung folgt am 22. Januar 2027 während der Grünen Woche im Berliner City Cube, eingebettet in ein großes Dorffest. Wenige Tage später, am 2. Februar 2027, lädt der Bundespräsident Delegationen aller 26 ausgezeichneten Dörfer nach Berlin ein.
Der Dorfwettbewerb selbst hat Tradition: Seit 1961 steht er unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und würdigt, wie Dörfer in Deutschland ihre Zukunft gestalten – wirtschaftlich, sozial und im Umgang mit Landschaft und Baukultur.

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