Bild: Julien Barthelt
Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 168 „Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg“, Wilhelm Gebhard (CDU), hat gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten Andre Stenda der DRK Rettungsdienst Waldhessen gGmbH einen Besuch abgestattet, um sich vor Ort ein Bild von der rettungsdienstlichen Versorgung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu machen. Empfangen wurden sie von Geschäftsführer Frank Leyendecker und Rettungsdienstleiter Björn Wettlaufer. Beide stellten den Abgeordneten die Organisation und den Betrieb des Rettungsdienstes vor.
Die DRK Rettungsdienst Waldhessen gGmbH ist alleiniger Leistungserbringer für den Rettungsdienst im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Mit rund 280 Beschäftigten sichert das Unternehmen jährlich etwa 20.000 Einsätze ab. Zehn Rettungswachen mit insgesamt 27 Rettungs- und Krankentransportwagen stehen dafür bereit; einige Fahrzeuge sind rund um die Uhr (24/7) besetzt, andere im Tagdienst zwischen 6:00 und 21:00 Uhr. Gemeinsam mit den beiden Krankenhäusern im Landkreis stellt die Gesellschaft zudem an drei Standorten die notärztliche Versorgung sicher – mit rund 3.400 Notarzteinsätzen pro Jahr. Auch bei Katastrophen- und Bevölkerungsschutz ist die Organisation zusammen mit dem DRK Kreisverband Hersfeld-Rotenburg e.V. fest eingebunden. Es wird hierfür Personal, teilweise Fahrzeuge und Ausrüstung bereitgestellt.
Im Gespräch machten Leyendecker und Wettlaufer deutlich, vor welchen Herausforderungen der Rettungsdienst in den kommenden Jahren steht. Dazu zählen aus ihrer Sicht insbesondere die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform, die zu längeren Transportwegen und einer höheren Bindungszeit von Rettungsmitteln führen dürfte, die laufende Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes, der Fachkräftemangel sowie der Investitionsbedarf an mehreren Rettungswachen-Standorten. Ein zentrales Thema war zudem die Finanzierung des Rettungsdienstes vor dem Hintergrund des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, das aus Sicht der DRK Rettungsdienst Waldhessen gGmbH den steigenden Anforderungen an Qualität, medizinische Kompetenzen und Bevölkerungsschutz entgegenlaufen könnte.
Wilhelm Gebhard zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes im Landkreis und sicherte zu, die geschilderten Anliegen in die politische Debatte auf Bundesebene einzubringen. Frank Leyendecker und Björn Wettlaufer dankten dem Abgeordneten, dass er die Einladung angenommen hat sowie für sein Interesse und den offenen Austausch.

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