Wilhelm Gebhard
Am Mittwoch besuchte Wilhelm Gebhard die Gemeinde Neu-Eichenberg und traf sich in der Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Marcus Stolle. Auch zwei Vertreter der örtlichen CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung waren anwesend. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die kommunale Infrastruktur, die Finanzsituation, die Aufgabenlast, die Bürokratie und der desolate Zustand des Bahnhofs Eichenberg.
Neu-Eichenberg ist eine Gemeinde mit rund 1.800 Einwohnerinnen und Einwohnern in fünf Ortsteilen. Trotz knapper Ressourcen – im Rathaus stehen inkl. des Bürgermeistes lediglich 4,5 Vollzeitäquivalente zur Verfügung, unterstützt von drei Beschäftigten im Bauhof – werden tagtäglich die zentralen Aufgaben bewältigt.
Ein Schwerpunkt des Austauschs war der Bahnhof Neu-Eichenberg als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Nordhessen. Bürgermeister Stolle schilderte eindrücklich die seit Jahren schwierigen Eigentumsverhältnisse, die unterschiedlichen Zuständigkeiten sowie die unhaltbaren Zustände:
- Das ehemalige Empfangsgebäude verfällt sichtbar,
- seit Jahren abgestellte Fahrzeuge und Gerätschaften rund um das Gebäude beeinträchtigen das Ortsbild,
- Zuwegungen und Parkflächen befinden sich in schlechtem Zustand,
- die fehlende Barrierefreiheit erschwert die Nutzung für mobilitätseingeschränkte Menschen, Eltern mit Kinderwagen und ältere Reisende.
- Die fehlende WC-Anlage
„Der Bahnhof Neu-Eichenberg ist für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Reisende ein zentraler Umsteigepunkt. Der erste Eindruck vom Werra-Meißner-Kreis darf kein Sinnbild für Vernachlässigung sein“, betonte Wilhelm Gebhard, der den verwahrlosten Zustand seit einigen Jahren und jetzt fast wöchentlich auf seinem Weg nach Berlin zur Kenntnis nimmt. Die Gemeinde habe die Missstände wiederholt gegenüber der Deutschen Bahn und den zuständigen Stellen angezeigt, verfüge jedoch weder über die Zuständigkeit noch über die rechtlichen Möglichkeiten, selbst einzugreifen.
Wilhelm Gebhard sicherte Bürgermeister Marcus Stolle und den beiden Vertretern der Gemeindevertretung zu, die Anliegen aus Neu-Eichenberg aufzunehmen: „Die geschilderten Zustände am Bahnhof Eichenberg sind nicht akzeptabel – weder für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort noch für die vielen Reisenden, die hier ankommen oder umsteigen. Jetzt sind Bahn, Eigentümer und zuständige Behörden gefordert, für Sicherheit, Barrierefreiheit und ein angemessenes Erscheinungsbild zu sorgen. Ich werde die Situation am Bahnhof Neu-Eichenberg und die Anliegen der Gemeinde gegenüber den zuständigen Stellen deutlich ansprechen.“

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