Besuch bei der Räuber Bauunternehmen GmbH in Bad Hersfeld

05.03.2026

Der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard und Gunter Grimm, 1. Stadtrat der Stadt Bad Hersfeld, haben die Räuber Bauunternehmen GmbH besucht. Neben einer aktuellen Vorstellung des Unternehmens sowie aktueller Projekte ging es im anschließenden Gespräch mit der Unternehmensleitung, vertreten durch Rolf Räuber und Dirk Müller, um die Lage der Bauwirtschaft, die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen und um konkrete Hürden, die Bauprojekte derzeit ausbremsen.

Die 1956 gegründete Räuber Bauunternehmen GmbH hat bis heute eine stetige, positive Entwicklung erlebt. Als Teil der Räuber Unternehmensgruppe beschäftigt das Unternehmen rund 120 Mitarbeitende in nahezu allen Bereichen des Bauens. Im Firmenverbund, bestehend aus der Räuber Bauunternehmen GmbH, der Stregda Bau GmbH & Co. KG und der Räuber Bau- und Grundstücksgesellschaft mbH setzt die Gruppe jährlich rund 130 Projekte um, beschäftigt insgesamt etwa 210 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von rund 40 bis 45 Millionen Euro. Die Unternehmensgeschichte steht für familiäre Tradition und kontinuierliche Erneuerung: Nach der Gründung durch Kurt Räuber entwickelte Helmut Räuber den Betrieb zügig zu einem Komplettdienstleister weiter. Technische und wirtschaftliche Modernisierung waren dabei stets leitend – ein Anspruch, den der heutige Geschäftsführer Rolf Räuber fortführt und zugleich die regionale Verbundenheit als Ziel und Verpflichtung betont. Mit einem jungen, motivierten Team sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Zukunft zu gestalten und traditionelle Werte mit organisatorischer und technischer Weiterentwicklung zu verbinden.

Geschäftsführer Rolf Räuber machte im Gespräch deutlich, dass der kommunale Bereich ein wichtiger Auftraggeber sei und man im Hochbau zugleich stark für industrielle und gewerbliche Kunden arbeite. Wenn die Wirtschaft ins Stocken gerate, werde dies unmittelbar in der Auftragslage spürbar. Als aktuelle Herausforderung wurde beschrieben, dass schnelleres Bauen und mehr Wohnraum politisch gefordert würden, Unternehmen in der Praxis jedoch durch komplexe Regularien, lange Verfahren und hohe Auflagen ausgebremst würden. Es brauche verlässliche Entscheidungen und praxistaugliche Regeln, damit der Mittelstand als eigenständige Kraft investieren, Kapazitäten aufbauen und Projekte zügig umsetzen könne. Rolf Räuber und Dirk Müller nutzten die Gelegenheit, um mit dem Gast über die tägliche Bürokratie ins Gespräch zu kommen. Gebhard bat das Unternehmen, ihm im Nachgang des Besuchs eine Auflistung mit sämtlichen Berichts-, Dokumentations-, Genehmigungs- & Prüfpflichten, Statistikmeldungen, Schulungsanforderungen sowie der zu bestellenden Beauftragten zu übermitteln. „Diese Auflistung liegt jetzt vor und übersteigt das erwartete Ergebnis um ein Vielfaches. Das ist weder zumutbar noch länger hinnehmbar“, so Gebhard. Er wird das Thema mit nach Berlin nehmen und zudem nach Wiesbaden melden. „Wenn wir es nicht schaffen, einige dieser Punkte abzuschaffen oder wenigstens weniger bürokratisch auszugestalten, kann das Bauen und Produzieren in Deutschland nicht günstiger werden. „Unsere Unternehmen sollen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können und sich nicht in Nebenkriegsschauplätzen verlieren“, ist Gebhard überzeugt.

Wilhelm Gebhard betonte: „Wir brauchen Entscheidungen, die Investitionen erleichtern, Genehmigungen beschleunigen und dem Mittelstand Planungssicherheit geben – damit Wohnraum, Infrastruktur und kommunale Projekte verlässlich umgesetzt werden können. Daran müssen wir weiter mit Hochdruck in Berlin arbeiten.“

Gunter Grimm unterstrich, wie wichtig leistungsfähige regionale Betriebe für kommunale Vorhaben seien: „Gerade bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen komme es auf verlässliche Partner an, die wirtschaftlich und terminsicher liefern. Der Besuch habe gezeigt, dass der direkte Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Unternehmen notwendig ist, um Hemmnisse konkret zu benennen und Lösungen zu ermöglichen“, so Gebhard und Grimm abschließend.