Bild: GLS
Der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard (CDU) hat zusammen mit Andre Stenda (Bürgermeister der Gemeinde Hohenroda und Kreistagsabgeordneter) und dem Kreistagsabgeordneten Walter Glänzer den GLS-Zentralhub in Neuenstein besucht. Im Mittelpunkt des Termins standen ein Rundgang durch den Betrieb sowie ein Gespräch mit der Geschäftsführung über aktuelle Herausforderungen der Paketbranche, allen voran die auf Bundesebene diskutierte Einführung einer 20-Kilogramm-Grenze mit verpflichtender Zwei-Personen-Zustellung für schwere Pakete.
Empfangen wurden Gebhard, Stenda und Glänzer von Moritz Eichhöfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von GLS Germany, und Mathias Meyer, Director Strategic Development, Corporate Communication & Affairs. Beide begleiteten die Gäste bei einer Führung durch die Hallen und erläuterten die Abläufe von der Sortierung bis zur Zustellung.
Mit einem zentralen Hub, 15 regionalen Hubs, rund 70 Depots und rund 9.000 Beschäftigten ist GLS Germany die größte Landesgesellschaft der GLS-Gruppe und einer der sechs größten Paketdienstleister Deutschlands. Täglich werden über eine Million Pakete im System der GLS bewegt, der größte Teil davon über den Hub in Neuenstein, welcher im Wahlkreis Gebhards liegt und dort zu den größeren Arbeitgebern der Region zählt.
Neben dem Einsatz neuer Technologien und robotergestützter Assistenzsysteme war die wachsende Bedeutung nachhaltiger Fahrzeugflotten Thema des Rundgangs. Auch die von GLS angeregte Aufnahme der Anschlussstelle Bad Hersfeld West (A7) in das bundesweite Positivnetz für Lang-Lkw kam zur Sprache – eine Maßnahme, mit der sich Fahrten bündeln und CO2-Ausstoß sowie Verkehrsaufkommen reduzieren ließen.
Zentrales Gesprächsthema blieb jedoch die geplante Verschärfung der Gewichtsgrenze. Nicht eine pauschale Obergrenze, sondern der gezielte Einsatz technischer Hilfsmittel entlang des Zustellweges sei der praxistauglichere Weg, machte GLS beim Rundgang deutlich. Die im Gesetz für Dezember 2024 angekündigte Rechtsverordnung zum Thema steht bis heute aus. Eine wissenschaftliche Wirkungsevaluierung 24 Monate nach Inkrafttreten der Rechtsverordnung könne dann Grundlage weiterer Anpassungen sein.
„Die Paketbranche ist für unsere Region ein wichtiger Arbeitgeber, und ich nehme die Sorgen der Beschäftigten beim Thema Gesundheitsschutz sehr ernst. Gleichzeitig muss eine Regelung praxistauglich bleiben und darf mittelständisch geprägte Betriebe nicht überfordern", erklärte der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard. Der Besuch bei GLS habe ihm gezeigt, wie wichtig es sei, vor Ort mit den Menschen zu sprechen, die die Zustellung jeden Tag leisten – das nehme er mit nach Berlin.
Auch GLS-Geschäftsführer Moritz Eichhöfer zeigte sich zufrieden mit dem Austausch: „Der Besuch von Herrn Gebhard war eine gute Gelegenheit, unsere Position aus erster Hand zu erläutern und gemeinsam auszuloten, wie Gesundheitsschutz, Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit in der Paketzustellung zusammengedacht werden können. Wir sind an einem konstruktiven Dialog mit der Politik sehr interessiert – gerade bei Themen, die unsere Beschäftigten und unsere Kunden jeden Tag betreffen."
Gebhard, Stenda und Glänzer danken den Mitarbeitenden vor Ort ausdrücklich für ihren Einsatz in der Zustellung, der auch bei hohem Sendungsaufkommen zuverlässig funktioniere.
Mit dem Austausch bekräftigten GLS Germany und der Wahlkreisabgeordnete ihre Absicht, im Dialog zu bleiben, um praxistaugliche und sozial verträgliche Lösungen für die Paketzustellung der Zukunft zu finden.

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